Blind im Krankenhaus

Sicherlich haben einige es schon einmal erlebt, man liegt als Patient mit hochgradiger Sehbeeinträchtigung im Krankenhaus und ist womöglich auch noch ans Bett gefesselt. Was passiert um einen herum, wer betritt das Zimmer und was geschieht?

Das medizinische Personal, Reinigungskräfte oder Besucher gehen selbstverständlich davon aus, dass alle im Zimmer befindlichen Patienten sie erkennen und sehen, was sie tun. Dem ist nicht immer so…

Deshalb haben wir gemeinsam mit dem BSV Oberhausen einen „Krankenhausbett-Aufkleber“ entwickelt. Er ist signalfarbig, gibt die wesentlichen Informationen und Verhaltensmöglichkeiten wieder, ist von seinem Format auf das klassische Rohr am Fußende eines Krankenhausbettes abgestimmt und lässt sich am Ende des Aufenthaltes leicht wieder ablösen. Außerdem ist die rechte obere Ecke abgetrennt, damit auch ein blinder Mensch erkennt, wie der Aufkleber anzubringen ist und die Trägerschicht ist geteilt, um den Aufkleber leicht ablösen zu können.

Der Aufkleber ist gegen eine Spende, die zumindest die Selbstkosten abdecken sollte, bei uns zu erhalten.

Bild eines Krankenhausbett-Aufklebers

Rückkehr der Buttons – Touchscreens sind endlich auf dem Rückzug

Seit vielen Jahren wurde die Interaktion zwischen Gerät und Nutzer immer stärker auf Touchscreens verlagert. Die Dominanz der berührungsempfindlichen Flächen scheint nun aber zu schwinden und man kehrt zu physischen Tasten, Reglern und Schaltern zurück.

Autos und Apple voran

In Autos, Haushaltsgeräten und Unterhaltungselektronik erleben diese klassischen Bedienelemente inzwischen ein Revival, analysiert das Wall Street Journal. Ein besonders prominentes Beispiel für diese Entwicklung findet sich im Automobilsektor. Viele Hersteller, die einst das minimalistische, touchscreen-zentrierte Design von Tesla nachahmten, setzen nun wieder auf physische Bedienelemente.

Neue Modelle von Kia, BMW Mini und Volkswagen führen diese Veränderung an und werden von Experten für ihr nutzerfreundlicheres Design gelobt.
Tesla-Cockpits und ähnliche, touchscreen-fokussierte Innenausstattungen wirken dagegen zunehmend veraltet.

Auch in anderen Bereichen des Alltags zeigt sich dieser Trend. Vom E-Reader bis hin zum Induktionsherd setzen Hersteller wieder verstärkt auf physische Knöpfe. Apple, das Unternehmen, das einst den Siegeszug der Touchscreens mit dem iPhone einläutete, führt diesen Weg an. Die Smartphones werden inzwischen allesamt mit dem neuen „Action-Button“ausgestattet, der in verschiedenen Situationen ein Knopf-Interaktion ermöglich.

Ein wichtiger Grund für diesen Trend liegt in neueren Erkenntnissen über Ergonomie. Touchscreens erfordern die volle visuelle Aufmerksamkeit, was gerade im Straßenverkehr oder beim Kochen problematisch sein kann. Physische Buttons hingegen kann man ertasten und so beispielsweise die Lautstärke im Auto anpassen, ohne den Blick von der Straße abzuwenden.
Besonders in der Automobilindustrie ist dieser Aspekt der Sicherheit von großer Bedeutung. Volkswagen und BMW Mini haben darauf reagiert, indem sie in ihren Fahrzeugen wieder physische Bedienelemente für häufig genutzte Funktionen einführen, wie zum Beispiel die Klimatisierung.

Mehr Kontrolle

Neben der Funktionalität spielt auch ein emotionaler Faktor eine Rolle. Das taktile Feedback physischer Tasten vermittelt ein Gefühl von Kontrolle und Zufriedenheit, das viele Nutzer an Touchscreens vermissen.
Das Drehen eines Knopfes oder das Klicken einer Taste gibt uns durch unsere ausgeprägte sensorische Wahrnehmung eine direkte Rückmeldung, die Touchscreens nicht bieten können.

Es zeigt sich, dass die Rückkehr physischer Bedienelemente nicht nur eine Frage der Nostalgie ist. Die zunehmende Kritik an unpraktischen und fehleranfälligen Touch-basierten Systemen hat deutlich gemacht, dass gut durchdachte physische Bedienelemente in vielen Fällen eine bessere, sicherere und nutzerfreundlichere Lösung darstellen.

Quelle: winfuture.de vom 30.09.2024

Unabhängige Patientenberatung (UPD) nimmt Arbeit wieder auf

Die Stiftung umgebaute Unabhängige Patientenberatung (UPD) hat nach einer monatelangen Unterbrechung am 06.05.2024 wieder ihren Dienst aufgenommen und bietet Beratung zu Gesundheits- und Gesundheitsrechtsfragen an, bisher allerdings ausschließlich telefonisch. Das Angebot soll im Laufe des Jahres u.a. um Regionalstandorte erweitert werden.

Die telefonische Beratung ist kostenlos, anonym und ab sofort zu festgelegten Zeiten unter der alten Beratungsnummer 0800/0117722 erreichbar, die Webseite https://patientenberatung.de/ bietet weitere Informationen. Zukünftig sind auch andere Beratungsformen wie Face-to-Face, Chat oder schriftliche Formate geplant. Ab Mitte des Jahres sollen zudem mindestens 16 regionale Beratungsstellen eingerichtet werden.

Die Beratung der UPD umfasst:

  • Arzneimittel und pharmazeutische Beratung
  • Befunderläuterung
  • Behandlungsfehler
  • Kranken- und Pflegeversicherungsfragen
  • Gesundheitsinformationen und geeignete Anlaufstellen im Gesundheitswesen
  • Patientenrechte
  • Psychotherapie und psychosoziale Unterstützung

Mehr zum Beratungsangebot findet ihr auf folgender Seite: https://patientenberatung.de/beratungsangebot/

Die kostenfreie Beratungsnummer 0800 011 77 22 steht Montag, Dienstag und Donnerstag von 09.30 bis 12.00 Uhr und 15.00 bis 17.00 Uhr und Mittwoch und Freitag von 09.30 bis 14.00 Uhr für Anfragen zur Verfügung.

Quelle: DBSV  Berlin