Bericht vom Sommerausflug 2009 des Oberbergischen Blinden- und Sehbehindertenvereins e.V

Der Sommerausflug fand in diesem Jahr am Dienstag, dem 25.08.2009 statt. Er stand diesmal unter dem Motto „Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah!“ Deshalb wurde auch kein Reisebus benötigt, um das erste Ziel, die Wiehler Tropfsteinhöhle, zu erreichen.

Pünktlich um 11.15 Uhr trafen sich einige Teilnehmer des Ausflugs vor dem Eingang zur Höhle, um sich die faszinierende Welt von Stalagmiten und Stalaktiten erläutern zu lassen. Die Führung durch die bis zu 30 Meter unter der Erdoberfläche gelegene Höhle und bei jahreszeitenunabhängig konstant +6 Grad dauerte 45 Minuten. Anschließend fuhr die Gruppe in das nahegelegene Dorf Hübender zum Ponyhof Knotte. Dort traf man auf die jenigen, die nicht mit in die Höhle konten oder wollten. Natürlich wurden direkt die frischen Eindrücke aus der Höhle weitergegeben. Da jetzt vollzählig, begrüßte die 1. Vorsitzende alle Mitglieder und Begleitpersonen. Danach gabs die erste Stärkung des Tages, nämlich Gulaschsuppe und Brot.

Um 14.00 Uhr begann eine 2-stündige Planwagenfahrt. Für die insgesamt 24 Teilnehmer mussten zwei Wagen angespannt werden, auf denen die Plätze schnell vergeben waren. Bei herrlichem Wetter durften auch kühle Getränke nicht fehlen, aber die Familie Knotte hatte an Alles gedacht. Wir hatten Hübender noch nicht verlassen, als die ersten Lieder angestimmt wurden. Die Fahrt ging über Abbenroth Richtung Stockheim und dann berg ab auf Holsteins Mühle zu. Kurz vor der Mühle machten wir Rast. Nun wurden die Pferde versorgt und auch so Mancher von uns nutzte die Gelegenheit entsprechend. Der Rückweg nach Hübender führte uns über Bierenbachtal. Leider verließen wir hierbei den vielbefahrenen Hauptverbindungsweg zwischen Nümbrecht und Wiehl für längere Zeit nicht mehr. Dies führte zu erheblichen Stau’s und teil weise riskanten Überholmanövern der PKW`s. Schließlich bogen wir zu deren Freude Richtung Ponyhof ab und kamen dort nach einer schönen und kurzweiligen Fahrt wieder wohlbehalten an.

Nach der Planwagenfahrt wartete nun eine „Bergische Kaffeetafel“ auf uns. Sie gibt es bereits seit dem Mittelalter und ist Ausdruck der Gastfreundschaft des Bergischen Landes. Wollte man seinen Gast mit Allem verwöhnen, was die Speisekammer hergab, lagen Süßes und Herzhaftes direkt nebeneinander auf dem Tisch. Traditionelle Bestandteile sind verschiedene Brotsorten einschließlich Hefeplatz, Honig und Kraut, Butter und Quark, Wurst, Schinken und Käse, Milchreis mit Zimt und Zucker sowie Kuchen und Zwieback. Auf keinen Fall fehlen dürfen die wichtigsten Bestandteile, nämlich die Bergischen Waffeln und der Kaffee, der aus der „Dröppelminna“, einer dreibeinigen Kranenkanne, ausgeschenkt wurde.

Ganz so umfangreich war unsere Kaffeetafel dann zwar nicht, aber das war auch kein Fehler. Schließlich ist heut zu Tage Niemand mehr mit Feldarbeit beschäftigt, so dass Alle satt wurden. Gegen 17.30 Uhr endete ein rundum gelungener Tagesausflug, bei dem sicherlich die Pferde am meisten ins Schwitzen gekommen sind.

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