Archiv für den Monat: Juni 2011

Spezielles Angebot im Keramion Frechen für Sehbehinderte und Blinde am 27. Juli 2011

Bei der Führung für Sehbehinderte und Blinde ist das Anfassen von ausgewählten Originalen ausdrücklicher Bestandteil des Rundgangs durch das Frechener Museum.

Auch in diesem Jahr wird das spezielle Angebot für Sehbehinderte und blinde Menschen

fortgesetzt: So findet am 27. Juli wieder für diesen Personenkreis eine Führung statt. Die Veranstaltungsreihe, die bereits seit vier Jahren sehr erfolgreich durchgeführt wird, erfährt in diesem Jahre eine besondere Erweiterung. Ein eigens für diese Führungen angefertigtes Tonmodell des KERAMION soll es den Teilnehmern erleichtern, die eigenwillige Architektur des Museums zu erfahren.

Darüber hinaus lernen sie die regionale Töpfertradition rund um den Bartmannkrug kennen und hören so manche spannende Geschichte zur Unikatkeramik.

Das Besondere der Führung: Das Anfassen der Werke ist erlaubt!

Im Bereich der historischen Keramik stehen die für Frechen typischen Bartmannkrüge im Vordergrund. Verschiedene Schmuckauflagen mit Bartmannmasken geben die Entwicklung vom detaillierten Gesicht bis zur Fratze preis. Unterschiedliche Auflagen und Spruchbänder auf dem jeweiligen Gefäßkörper machen die Vielfalt der Dekorationsmöglichkeiten deutlich. Fehlbrände lassen erkennen, dass das Töpferhandwerk ein Beruf mit einem hohen Risiko war.

Die moderne Keramik vermittelt anhand ausgewählter Beispiele den jeweils spezifischen Charakter der unterschiedlichen Keramikarten wie Porzellan, Fayence oder Steinzeug. Zudem werden die Besucher eingeladen, sich mit verschiedenen Formen auseinanderzusetzen und die häufigsten Techniken der Oberflächengestaltung kennen zu lernen.

Beginn: um 14.30 Uhr
Eintritt: pro Person 8,00 Euro inklusive einer Begleitperson
Dauer: circa zwei Stunden
Anmeldung ist unter 02234- 69 76 90 oder unter [email protected] erforderlich

Ort:                    Stiftung KERAMION, Zentrum für

moderne+historische Keramik

Bonnstraße 12, 50226 Frechen

Ansprechpartner:            Gudrun Schmidt-Esters M.A., Museumsdirektorin

Christine Otto M.A.

Telefon:                02234 – 69 76 90

Fax:                    02234 – 69 76 920

[email protected]

Info:                    www.keramion.de


Bericht von der naturkundlichen Wanderung am 02.06.2011

Im Rahmen der Kooperation zwischen der Biologischen Station Oberberg (BSO) und unserem Verein fand am 02.06.2011 erneut eine Veranstaltung im Rahmen des vom Landschaftsverband Rheinland geförderten Projektes „Natur erleben – barrierefrei“ statt. Die Exkursion stand unter dem Motto
„Es klappert die Mühle am rauschenden Bach“. Und so traf sich eine Gruppe von 18 Personen
gegen 14.00 Uhr an der Rengser Mühle in Bergneustadt.

Christine Wosnitza von der BSO leitete die Führung durch das Rengsetal entlang des gleichnamigen Baches. Mit seinem Wasser wurde früher die Mühle angetrieben. Heute ist dort ein Ausflugslokal beheimatet, in das die Gruppe nach der Führung einkehrte.

Bei herrlichem Wetter erfuhr die Gruppe viel Wissenswertes über die Pflanzen- und Tierwelt im und am Gewässer. Dabei stand das Erleben mit allen Sinnen im Vordergrund. So wurden mit Hilfe ertastbarer Objekte und Modelle einzelne Pflanzen und Tiere „zum Begreifen“ vorgestellt. Unter anderem konnte ein ausgestopfter Eisvogel mit seinem langen Schnabel oder Modelle einer Larve und einer ausgewachsene Libelle mit ihren riesigen Facettenaugen abgetastet werden. Bei den Pflanzen waren z.B. Margeriten, Schlangen-Knöterich oder Teufelskralle dabei, die wegen der ungewöhnlichen Trockenheit dieses Frühjahrs alle nicht besonders groß waren.

Die Zeit verging bei dieser informativen und anschaulichen Veranstaltung leider viel zu schnell. Daher musste der Rückweg angetreten werden, ohne dass die Gruppe das zuvor anvisierte Ziel erreichte. An einem Holunderstrauch wurde nochmal eine kurze Rast eingelegt. Hier konnte eine Blüte abgetastet sowie ihr schöner Duft gerochen werden. Anschließend gab es den Holunder zum Probieren in flüssiger Form.

In der Mühle angekommen gab’s Kaffee und Kuchen. Hierbei wurde das Erlebte ausgiebig besprochen. Gegen 17.00 Uhr endete die Veranstaltung. Mit der Gewissheit, ein paar schöne Stunden in der Natur verlebt zu haben, traten Alle den Heimweg an.


An einer Furt durch den Rengsebach erhält die Gruppe Erläuterungen zum Gewässer und dessen Lebewesen.


Mitglieder des Vereins ertasten Pflanzen und Tiermodelle.


Die Gruppe erfährt bemerkenswertes zu den artenreichen Blumenwiesen.


Gruppenfoto vor der Rengser Mühle