Archiv für den Monat: August 2013

Bericht vom Sommerausflug 2013

Der diesjährige Sommerausflug des Oberbergischen Blinden- und Sehbehindertenvereins e.V. fand am Samstag, dem 20.07. statt. Wie von den Mitgliedern abgestimmt waren die Ziele Wuppertal und Solingen.

 

Morgens ab 9.00 Uhr ging’s los. Der Bus fuhr die gewohnten Sammelpunkte Bergneustadt, Wiehl und Gummersbach an. Leider gab es kurzfristig noch drei krankheitsbedingte Absagen, so dass schließlich insgesamt 31 Personen an Bord waren. Als der Bus auf der Autobahn war, begrüßte der erste Vorsitzende alle Teilnehmer.

 

Etwas verspätet trafen wir gegen 11 Uhr in Wuppertal an der Schwebebahnstation Vohwinkel ein. Ein zuvor getätigter Anruf sorgte aber dafür, dass die Fahrt mit dem historischen Kaiserwagen ein paar Minuten später nach hinten verschoben wurde.

 

Der in eine historische Uniform nebst Zylinder gekleidete Stadtführer begrüßte uns, nachdem wir die Plätze im Wagen eingenommen hatten. Er übernahm auch das Steuer

 

und die 65-minütige Fahrt konnte beginnen. Wir erfuhren viel Wissenswertes über die Stadtgeschichte, den Bau der Schwebebahn, den Kaiserwagen selbst sowie einige Anekdötchen, die sich im Laufe der über hundertjährigen Geschichte der Schwebebahn zwangsläufig ergeben haben. So zum Beispiel die der Elefantendame „Tuffi“, die im Jahre 1952 im Rahmen einer Werbeaktion des Zirkus Althoff in Panik aus der Schwebebahn gesprungen ist. Den Sturz aus über 6 Metern hatte sie mit viel Glück mit nur leichten Blessuren überstanden.

Dieser Elefant war übrigens auch der Namensgeber für die Marke „Tuffi“, die Allen in der Vergangenheit noch aus den Kühlregalen der Supermärkte bekannt sein dürfte.

 

Nach einer kurzweiligen Stunde, in der es auch ein Getränk für jeden gab, kehrten wir wieder zum Startpunkt zurück. Der Bus stand bereit und fuhr uns ins nahegelegene Solingen, genauer gesagt in den Stadtteil Merscheid. Das Ziel war das ehemalige Firmengelände der Gesenkschmiede Henrichs. Die Villa der früheren Inhaber beherbergt heute ein Restaurant, in dem wir zu Mittag aßen. Im mit Kronleuchtern und alten Holzfußböden sehr stilvoll eingerichteten Gebäude stand ein Buffet für uns bereit.

 


 

Nachdem auch das Dessert verspeist war, ging die Gruppe zu Fuß ins angrenzende Industriemuseum. Hier wurde die Gruppe zunächst geteilt. Zwei Museumsführerinnen standen bereit, um viele Informationen zur Firmengeschichte zu vermitteln. So wurden dort in erster Linie Scheren produziert. Aber auch Schlüssel und kleinere Klingen für Küchen- oder Taschenmesser. Während des zweiten Weltkriegs wurden Granatköpfe hergestellt, danach Beinprothesen für verwundete Soldaten. Egal, was produziert wurde, die Arbeitsbedingungen waren extrem laut und schmutzig, aus heutiger Sicht unvorstellbar.

 


 

Gegen 17 Uhr traten wir den Heimweg an. Auch die Rückfahrt verlief problemlos, so dass Alle Mitfahrer wieder wohlbehalten zu Hause ankamen.

 


Pressemitteilung

Erstmals bundesweit Kriterien für barrierefreie Wahlräume empfohlen

 

Knapp 7 Wochen vor der Bundestagswahl hat jetzt das BKB Bundeskompetenzzentrum Barrierefreiheit e. V. Kriterien für die Barrierefreiheit von Wahlräumen empfohlen.

 

Nach der Bundeswahlordnung sollen die Gemeinden Wahlräume so auswählen und einrichten, dass allen Wahlberechtigten, insbesondere behinderten und anderen Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, die Teilnahme an der Wahl möglichst erleichtert wird. Die Wahlbenachrichtigung, die bis zum 1. September 2013 verschickt wird, soll angeben, welche Wahlräume barrierefrei sind und wo Wahlberechtigte Informationen über die Barrierefreiheit von Wahlräumen erhalten.

 

Bislang gab es keine bundesweit einheitlichen Kriterien dafür, was genau unter einem barrierefreien Wahlraum zu verstehen ist. Die Praxis der Gemeinden verstand darunter in der Regel einen Wahlraum, der für Menschen geeignet ist, die einen Rollstuhl nutzen.

 

Mit Unterstützung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales und des Bundesministeriums des Innern sowie unter fachlicher Beratung von 8 bundesweit tätigen Behindertenverbänden hat das BKB in seiner jetzt veröffentlichten Empfehlung die Beschränkung auf eine Rollstuhlzugänglichkeit überwunden und auch Kriterien für sehbehinderte und blinde Menschen sowie für Menschen mit kognitiver Einschränkung oder Lernbehinderung aufgestellt. Für diesen Personenkreis sind erstmals Voraussetzungen für eine barrierefreie Teilnahme an der Wahl formuliert worden.

 

Die Kriterien gewährleisten einen angemessenen Ausgleich, um einerseits eine selbstbestimmte, gleichberechtigte Wahl für möglichst alle wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger zu ermöglichen, andererseits aber zu berücksichtigen, dass die Gemeinden bei der Auswahl und Einrichtung von Wahlräumen auf die vor Ort vorhandenen Gebäude zurückgreifen müssen. Weitergehende Anforderungen, wie sie für Neugestaltungen – insbesondere den Neubau von Gebäuden – gelten, konnten deshalb nicht 1:1 umgesetzt werden.

 

Gleichzeitig hat das BKB in einem kurzen Faltblatt Tipps veröffentlicht, die ehrenamtlichen Wahlhelferinnen und Wahlhelfer helfen sollen, eventuell bestehende Unsicherheiten im Umgang mit Menschen mit Behinderungen abzubauen, um so zu einem selbstverständlichen Miteinander beizutragen.

 

Die Dateien können als barrierefreie PDF-Dateien und als Druckdateien auf der Homepage des BKB heruntergeladen werden:

 

·      http://www.barrierefreiheit.de/informationen_ueber_die_barrierefreiheit_von_wahlraeumen_empfehlungen_fuer_gemeinden.html

·      http://www.barrierefreiheit.de/tipps_fuer_wahlhelferinnen_und_wahlhelfer_im_umgang_mit_waehlerinnnen_und_waehlern_mit_behinderung.html

 

Das BKB ist ein Verband von 15 bundesweit tätigen Sozial- und Behindertenverbänden. Die großen Behinderungsgruppen sind in ihm vertreten. Das Ziel der Arbeit des BKB ist die Umsetzung des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG), insbesondere die Herstellung von Barrierefreiheit.

 

An der Erstellung der Dokumente waren folgende Verbände beteiligt:

 

·     Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e. V.

·     Bundesvereinigung Lebenshilfe e. V.

·     Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e. V.

·     Deutscher Gehörlosen-Bund e. V.

·     Mensch zuerst – Netzwerk People First Deutschland e. V.

·     PRO RETINA Deutschland e. V.

·     Sozialverband Deutschland e. V.

·     Sozialverband VdK Deutschland e. V.

 

V.i.S.d.P. und weitere Informationen:

 

BKB Bundeskompetenzzentrum Barrierefreiheit e. V.

Klemens Kruse

Geschäftsführer

Mobil: 01 51 / 51 92 66 68

Marienstraße 30

10117 Berlin

Tel.: 0 30 / 3 00 23 10 10

Fax: 0 30 / 3 00 23 10 11

[email protected]

www.barrierefreiheit.de

 

Für Rückfragen stehe ich Ihnen Montag bis Donnerstag von 08:30 bis 14:30 Uhr zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Uta Deiß
Assistentin des Geschäftsführers
BKB Bundeskompetenzzentrum Barrierefreiheit e. V.
Marienstraße 30
10117 Berlin

Telefon: 0 30 / 3 00 23 10 – 10
Telefax: 0 30 / 3 00 23 10 – 11
[email protected]
www.barrierefreiheit.de

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